Im letzten Jahr war es eher ruhig. Offiziell zumindest. Denn hinter den Kulissen tat sich dennoch so einiges. Wie eigentlich immer.

2020 geht’s nun wieder richtig los. Ein wenig anders, einerseits aus Gründen der derzeitigen Verordnungen und Kontaktbeschränkungen, andererseits um Dinge, die bislang manchmal noch nicht ganz optimal liefen, besser zu machen.


Hamburgs frohe Kinderaugen 2020 – das ist neu


In den vergangenen Jahren konnten wir unzählige liebevoll gepackte Päckchen und Geschenke sammeln und an die verschiedensten Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Hamburg weiterleiten. Es wurden tausende von Euro an einzelne Einrichtungen gespendet, um damit kleine Träume von benachteiligten Kindern und Jugendlichen wahr werden zu lassen.

Eigentlich großartig, oder? Prinzipiell schon. Leider gab es jedoch so einige Einrichtungen/Mitarbeiter der KJH, die gerne nahmen. Sach- wie Geldspenden. Trotz teils mehrfacher Bitte um ein Feedback gab es sehr oft kein solches mehr. Obwohl ein solches zugesagt wurde. Manchmal reichte es nicht einmal für ein schlichtes „Danke“. Das ist schade und zeugt von recht wenig Wertschätzung gegenüber den Spendern als auch Organisatoren.

Hinter jedem Geschenk und hinter jeder Geldspende stehen Menschen, die anderen Menschen – den Kindern und Jugendlichen, welche eben nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen – eine Freude bereiten möchten. Eine klitzekleine Rückmeldung, insbesondere wenn zugesichert, sollte daher eigentlich selbstverständlich sein. Vor allem: wie sollen für unser aller Zusammenleben so immens wichtige Werte wie Verbindlichkeit und Wertschätzung vermittelt werden, wenn diese nicht aktiv gelebt werden?

Aus diesem Grund wird „Hamburgs frohe Kinderaugen“ ab sofort neue Wege gehen und auf Geschenkpatenschaften setzen. Dies bedeutet, dass Freunde, Kollegen, Schulen, Vereine oder Unternehmen künftig an einen geeigneten Empfängerkreis vermittelt werden. Der persönliche Kontakt – natürlich unter Einhaltung jeglicher datenschutzrechtlichen Bestimmungen – hilft sodann vielleicht ein wenig mehr dabei, die Menschen hinter all dem zu sehen.

Neu wird zudem sein, dass sich die Empfänger – Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe, resp. der entsprechenden Träger – auch explizit bewerben können. Wobei, bewerben liest sich komisch. Registrieren allerdings auch. Egal. Hintergrund dieses Procederes ist, dass so vor allem sehr engagierten Betreuer in ihrer Arbeit unterstützt werden können. Auch und gerade, wenn diese eben nicht für die ganz Großen arbeiten, die man gemeinhin auf dem Schirm hat. Wobei die Mitarbeiter der „Big Player“ bleiben natürlich dennoch nicht außen vor bleiben sollen.